Freie Presse, Leserbrief vom 15.10.2010

Bessere Lösung nicht zu sehen

Zum Beitrag "Einem Schuldner gibt man nicht ewig Kredit" vom

9./10. Oktober:

"Krokodilstränen vergossen" Wie lange bietet eigentlich die "Freie Presse" solchen Leuten wie Herrn Mehnert noch die breite Bühne, um seine Ansichten öffentlich verbreiten zu können? Wie soll man das bezeichnen, wenn er einen Schwerlastverkehr von 1230 Fahrzeugen pro Tag mitten durch die Stadt über acht Ampelkreuzungen mit Stopp and Go für völlig normal hält, aber eine Trasse, die sich weitgehend an die Bahntrasse anlegt. als Umweltfrevel beklagt? Wie scheinheilig stellt man sich dar, wenn man Krokodilstränen über die armen Leute auf dem Wasserberg und Seilerberg vergießt, die eine Straße "direkt vor die Nase" bekommen, und andererseits eine Trasse quer durch Neufriedeburg und dann weiter über die Kegelstraße vorschlägt? Sicher, auch mein Weg in den Hospitalwald wird wahrscheinlich etwas eingeschränkt, eine bessere Lösung .für hier und heute kenne ich aber leider auch nicht.

Sieqfried Loogk, per E-Mail

Andere sehen es auch so.....
Leider werden wir nicht erfahren, wie viel Leserbriefe solchen Inhalts die Freie Presse sonst noch erreichen. Nach der großen positiven mündlichen Resonanz auf unsere Stellungnahme zu urteilen, dürften es nicht wenige sein. Bitte scheuen Sie sich ebenfalls nicht, Ihren Unmut zu bekunden! Wenn Sie am Thema interessiert sind, lesen Sie bitte auch unseren gesamten aufschlussreichen Briefwechsel mit dem Naturschutzverband.
Freie Presse, Leserbrief vom 16.05.2011
LESERFORUM
"Horizont erweitert"
Zum Beitrag „Pro Wald“ warnt vor Schadstoffen im Boden" vom 14. Mai:
Ich stelle fest, dass die Gegner der geplanten Freiberger Umgehungsstraße ihren Horizont erweitert haben. Nachdem sie sich jahrelang nur um bedrohte Flattertiere Sorgen gemacht und die Probleme der unter dem städtischen Verkehr leidenden Menschen ignoriert haben, beziehen sie diese nun in ihre fürsorglichen Gedanken ein. Ich empfinde das als Heuchelei, die schon beim Namen "Pro Wald" beginnt - das klingt doch viel besser als "Kontra Umgehungsstraße"! Nun hat man sich also bessere Aufklärung der Menschen auf die Fahnen geschrieben. Ich denke, wir Freiberger können darauf verzichten!

Peter Weinhold, per E-Mail

Herzlichen Dank dem Autoren.....
dieses Leserbriefs für die deutlichen Zeilen. Wie sagten die alten Lateiner? Difficile est satiram non scribere- Schwer ist es, keine Satire zu schreiben.. Das Horrorszenario einer jahrelang über Freiberg schwebenden Wolke aus schwermetallhaltigem Staub ist eine ebenso große Zumutung wie die übrigen Argumente der Damen und Herren von "Pro Wald". Soll dieses Bild den Befürwortern einer Ortsumgehung etwa klarmachen, wie gesund man doch unter einer ständigen Glocke aus Abgasen und Feinstaub lebt? Nein, sehr geehrte Damen und Herren von "PRO WALD"- das ist alles andere als gesund! Im Übrigen ist die Vorstellung von jahrelang schwebenden schwermetallhaltigen Stäuben rein physikalisch völlig unsinnig. Vielleicht erinnern Sie sich einmal an die umfangreichen Erdarbeiten beim Erschließen unserer Gewerbegebiete.....