Eine Jugendherberge für Freiberg

Von Christina Krutak

Seit 10 Jahren haben sich Stadträte von Freiberg für eine Jugendherberge in unserer Stadt eingesetzt. Leider verliefen alle Bemühungen im Sand.

Der aktuelle Entwicklungsstand dieses Vorhabens ist folgender:

Im Februar 2008 wurde ein fraktionsübergreifender Antrag gestellt mit dem Ziel, den Standort Hospitalweg auf Eignung für eine dringend benötigte Jugendherberge zu untersuchen (2008/091). Da dadurch eine langfristige Nutzung einer städtischen Immobilie mit Denkmalschutz ermöglicht wird.

Einige Stadträte der CDU-Fraktion hatten jedoch Probleme mit dem Standort Hospitalweg, so dass die Unterhofstraße als weiterer Standort vorgeschlagen wurde.

Im Stadtrat am 6.11.08 wurde dann der Beschlussvorschlag 2008/324 vorgelegt, den Standort Hospitalweg als Jugendherberge weiter zu verfolgen, da der verglichene Standort Unterhofstraße zu teuer käme.

Die Stadtverwaltung brachte nun mit der Nutzung zweier ehemaliger Internate in der Heinestraße neue Betrachtungen ins Spiel. Daraufhin erarbeitet der Leiter des Hochbauamts, Herr Böhnstedt, einen vergleichenden Vorschlag Heinestraße- Unterhofstraße – Hospitalweg.
Dieser vergleichende Vorschlag wurde in den Ausschüssen, auch im Kulturausschuss (14.5.09) beraten. Der Kulturausschuss empfahl dem Stadtrat, die weiteren Aktivitäten auf den Hospitalweg zu konzentrieren. Die Eigenmittel der Stadt sollten etwa 2,5 Mio Euro betragen, da die beiden anderen Standorte unwirtschaftlich und zu teuer sind. Der Jugendherbergsverband Chemnitz (Herr Müller, Vorsitzender) sieht den Standort Hospitalweg nach wie vor als das geeignetste Objekt an.

Die Vorlage Böhnstedt hat den Stadtrat trotz der Empfehlung des Kulturausschusses (mehrheitlich mit nur einer Enthaltung) nie erreicht. Das Thema wird bei allen Diskussionen des mittelfristigen Investitionsprogramms ausgeblendet, da es laut Stadtverwaltung "wichtigere" Vorhaben gäbe.

Das Vorhaben Jugendherberge liegt somit erneut auf Eis.

Trotzdem wird die SPD-Stadtratsfraktion das Thema Jugendherberge weiter verfolgen und den Stadtrat und die Stadtverwaltung auf deren Notwendigkeit (befürwortet u. a. von Uni, Stadtmarketing e.V., Vereine) hinweisen.
Das steht im Einklang mit unserem Programm.